Digital Detox - 5 einfache Tipps

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5 einfache Tipps wie Sie die Balance zwischen on- und offline schaffen

Der Markt mit Angeboten für gestresste, ausgelaugte Angestellte und Unternehmer explodiert. Von Apps bis Retreats versprechen viele Anbieter, dass mit ihrem Produkt der teuflische Kreislauf der 24-Stunden-Erreichbarkeit endlich durchbrochen werden kann. Denn wenn Laptop, Smartphone und eine Vielzahl an Kollaborations-Tools auf eine übersteigerte Erwartungshaltung hinsichtlich Antwortzeiten treffen, ist eine permanente Stresssituation vorprogrammiert. 

Mit gutem Beispiel voran – aber nicht so

Gerade Managerinnen und Manager in leitenden Positionen und Unternehmerinnen und Unternehmer treten häufig mit falschem Vorsatz in die Falle der Rund-um-die-Uhr Verfügbarkeit. Als Chef geht man schliesslich mit gutem Beispiel voran. Wenn ich als Vorgesetzter möchte, dass mein Team mit schnellen Antwortzeiten glänzt und als dynamisch wahrgenommen wird, muss ich das so auch vorleben. Mails werden zu jeder Tages- und Nachtzeit und aus allen Zeitzonen beantwortet. Kein Socialmedia-Kommentar bleibt unbeantwortet, das Telefon nie auf stumm geschalten. Und dabei nicht selten 100 Dinge gleichzeitig gemacht. Und ja, meistens funktioniert es auch: Das Team spürt die Erwartungshaltung und folgt dem Beispiel des Chefs. 

Nur, aus Sicht des Kunden oder Geschäftspartners ist die Geschwindigkeit der Antwort in den wenigsten Fällen wichtiger als die Qualität der Rückmeldung. Und die leidet nicht selten unter dem Druck der permanenten Verfügbarkeit. Darum sollte man als Vorgesetzer oder Unternehmerin eher auf klar kommunizierte Regeln, gut durchdachte Prozesse und antizipierende Automation achten. Aber was heisst das genau? 

Regeln zur Verfügbarkeit einführen

Viele der erfolgreichsten Menschen machen es vor. Sie strukturieren ihren Arbeitstag nach klaren Regeln. Damit schaffen sie meist mehr und in höherer Qualität. Denn, leider hat die Wissenschaft schon lange bewiesen, dass der Mensch – egal ob Frau oder Mann – kein guter Multi-Tasker ist. Welche Regeln versprechen also eine gute Balance zwischen on- und offline?

·      Mails werden dreimal pro Tag (an Werktagen) für je maximal eine Stunde beantwortet. Das Mailprogramm ist ansonsten geschlossen und es gibt keine Benachrichtigungen.

·      Termine werden immer mit einer halben Stunde an Puffer zwischen den einzelnen Terminen in den Kalender eingetragen. Verspätungen und damit tote Zeit für die anderen Teilnehmerinnen werden vermieden und die Qualität der Meetings ist deutlich höher, weil der Kopf Zeit hatte sich auf den nächsten Termin einzustellen.

·      Telefonanrufe werden nur angenommen, wenn Zeit zum Sprechen da ist. Ansonsten gibt es einen netten Telefonbeantworter oder die Weiterleitung an eine Kollegin. 

·      Die Nacht ist zum Schlafen da. Die Geräte werden ausgeschalten und liegen auch nicht permanent griffbereit. Sie werden erstaunt sein, wie viel Zeit sie sparen, weil ihre Geräte nun tatsächlich nachts Zeit haben Updates zu ziehen und zu aktualisieren – und nicht erst am nächsten Morgen, wenn sie sich wieder an den Bürotisch setzen. 

·      Wer von Natur aus eher eine Nachteule ist, bei Kunden oder dem eigenen Team aber keine falsche Erwartungshaltung oder einen Erwartungsdruck erzeugen möchte, sollte sich Tools wie Boomerang für Google Chrome anschauen. Mails können zu jeder Tages- und Nachtzeit geschrieben werden. Das Tool verschickt sie dann aber erst zu der zuvor eingestellten Zeit.

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Umsetzung!