Brauche ich Videos für mein Marketing?

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Heute werden wir bewusst und unbewusst den ganzen Tag mit Informationen, Unterhaltung und Werbung berieselt. Ein durchschnittlicher Mensch ist - gemäss Schätzungen - dabei 3’000 und 5'000 Werbebotschaften pro Tag ausgesetzt. Nicht selten in Form von Videos und Animationen. Macht es bei dieser Ausgangslage überhaupt noch Sinn das eigene Marketing mit Videos, Renderings oder Animationen zu ergänzen? Definitiv, wenn sie nicht als reine Effekt-Hascherei, sondern zur sinnvollen Unterstützung für die Nutzer eingesetzt werden.

Nachfolgend fünf gute Gründe für Videos im Marketing-Mix.

1. Es gibt vier unterschiedliche Lerntypen in Ihrer Zielgruppe

Blogs und Angebotsseiten leisten einen wesentlichen Beitrag zur Information Ihrer Zielgruppe. Allerdings wird bei ihrer Erstellung häufig vergessen, dass viele Nutzer die Informationen in reiner Textform kaum verarbeiten können. Um allen Lerntypen gerecht zu werden, sollten Texte gezielt mit Videos und Animationen unterstützt werden.

2. Strategisch-wertvoll für das eigene Storytelling und die Simplifizierung

Unser Hirn denkt automatisch anders, wenn wir Informationen in Form von Bildern verarbeiten. Und das ist nicht nur bei Ihrer Zielgruppe so, sondern auch, wenn Sie selbst Ihre Botschaften in Bildern wiedergeben sollen. Denn, wir nehmen dabei andere Aspekte, Protagonisten und Perspektiven wahr. Das bildliche Denken macht es uns danach einfacher Texte zu diesem Thema greifbarer, verständlicher und einfacher zu schreiben.

3. Details, die sich schwer mit Worten beschreiben lassen, sind mit Bildern gut darstellbar

Gerade bei komplexen Sachverhalten können Bilder, Renderings und Infographiken darstellen, was sich mit Worten nur sehr umständlich beschreiben lässt.

4. Social Media liebt bewegte Bilder - mehr als alles andere

Egal welche Social Media Plattform: Die beste Reichweite haben immer Video-Formate. Dies nicht als Schikane, sondern, weil es die Inhalte sind, die Nutzer am liebsten konsumieren. 

5. Massgeblicher Einfluss auf das Google Ranking 

Nicht nur die Sozialen Medien mögen Videos, auch das Suchmaschinen Ranking Ihrer Webseite profitiert von guten Multimedia-Inhalten: Nutzer verbringen beim Konsumieren mehr Zeit auf Ihrer Seite, was für die Suchmaschinen ein Zeichen von Relevanz ist. Und mit den richtigen Keywords in den Videotiteln und Metabeschreibungen, sind diese in der Videosuche von Google und Co. prominent positioniert.

Hier ein Beispiel eines Erklär-Videos, das wir für die Firma Synlab produzieren durften.

 
 



Digital Detox - 5 einfache Tipps

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5 einfache Tipps wie Sie die Balance zwischen on- und offline schaffen

Der Markt mit Angeboten für gestresste, ausgelaugte Angestellte und Unternehmer explodiert. Von Apps bis Retreats versprechen viele Anbieter, dass mit ihrem Produkt der teuflische Kreislauf der 24-Stunden-Erreichbarkeit endlich durchbrochen werden kann. Denn wenn Laptop, Smartphone und eine Vielzahl an Kollaborations-Tools auf eine übersteigerte Erwartungshaltung hinsichtlich Antwortzeiten treffen, ist eine permanente Stresssituation vorprogrammiert. 

Mit gutem Beispiel voran – aber nicht so

Gerade Managerinnen und Manager in leitenden Positionen und Unternehmerinnen und Unternehmer treten häufig mit falschem Vorsatz in die Falle der Rund-um-die-Uhr Verfügbarkeit. Als Chef geht man schliesslich mit gutem Beispiel voran. Wenn ich als Vorgesetzter möchte, dass mein Team mit schnellen Antwortzeiten glänzt und als dynamisch wahrgenommen wird, muss ich das so auch vorleben. Mails werden zu jeder Tages- und Nachtzeit und aus allen Zeitzonen beantwortet. Kein Socialmedia-Kommentar bleibt unbeantwortet, das Telefon nie auf stumm geschalten. Und dabei nicht selten 100 Dinge gleichzeitig gemacht. Und ja, meistens funktioniert es auch: Das Team spürt die Erwartungshaltung und folgt dem Beispiel des Chefs. 

Nur, aus Sicht des Kunden oder Geschäftspartners ist die Geschwindigkeit der Antwort in den wenigsten Fällen wichtiger als die Qualität der Rückmeldung. Und die leidet nicht selten unter dem Druck der permanenten Verfügbarkeit. Darum sollte man als Vorgesetzer oder Unternehmerin eher auf klar kommunizierte Regeln, gut durchdachte Prozesse und antizipierende Automation achten. Aber was heisst das genau? 

Regeln zur Verfügbarkeit einführen

Viele der erfolgreichsten Menschen machen es vor. Sie strukturieren ihren Arbeitstag nach klaren Regeln. Damit schaffen sie meist mehr und in höherer Qualität. Denn, leider hat die Wissenschaft schon lange bewiesen, dass der Mensch – egal ob Frau oder Mann – kein guter Multi-Tasker ist. Welche Regeln versprechen also eine gute Balance zwischen on- und offline?

·      Mails werden dreimal pro Tag (an Werktagen) für je maximal eine Stunde beantwortet. Das Mailprogramm ist ansonsten geschlossen und es gibt keine Benachrichtigungen.

·      Termine werden immer mit einer halben Stunde an Puffer zwischen den einzelnen Terminen in den Kalender eingetragen. Verspätungen und damit tote Zeit für die anderen Teilnehmerinnen werden vermieden und die Qualität der Meetings ist deutlich höher, weil der Kopf Zeit hatte sich auf den nächsten Termin einzustellen.

·      Telefonanrufe werden nur angenommen, wenn Zeit zum Sprechen da ist. Ansonsten gibt es einen netten Telefonbeantworter oder die Weiterleitung an eine Kollegin. 

·      Die Nacht ist zum Schlafen da. Die Geräte werden ausgeschalten und liegen auch nicht permanent griffbereit. Sie werden erstaunt sein, wie viel Zeit sie sparen, weil ihre Geräte nun tatsächlich nachts Zeit haben Updates zu ziehen und zu aktualisieren – und nicht erst am nächsten Morgen, wenn sie sich wieder an den Bürotisch setzen. 

·      Wer von Natur aus eher eine Nachteule ist, bei Kunden oder dem eigenen Team aber keine falsche Erwartungshaltung oder einen Erwartungsdruck erzeugen möchte, sollte sich Tools wie Boomerang für Google Chrome anschauen. Mails können zu jeder Tages- und Nachtzeit geschrieben werden. Das Tool verschickt sie dann aber erst zu der zuvor eingestellten Zeit.

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Umsetzung!

Digitalisierung: Bedrohung oder Chance?

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Digitalisierung: Bedrohung oder Chance?

Wer sich mit dem Thema Arbeitswelt 4.0 auseinandersetzt, wird häufig mit Zahlen konfrontiert, die Angst machen können. Weltweit 75 Millionen Arbeitsplätze sollen gemäss dem Ökonomen, Till Leopold, der Digitalisierung zum Opfer fallen. Es sind diese Zahlen, die für starke Schlagzeilen von Medien aufgegriffen werden. Doch die gleiche Studie im Auftrag des Weltwirtschaftsforums errechnet gleichzeitig, dass 133 Millionen neuer Jobs bis 2025 in der digitalen Welt geschaffen werden. Die Bedrohung ist real, aber genauso sind es die Chancen. 

Die Digitalisierung wird in naher Zukunft nicht den Menschen als Arbeitskraft ersetzen, aber die Art und Weise verändern, wie wir arbeiten. Die Erfindung des Fliessbands von Henry Ford Anfang des 20. Jahrhunderts führte dazu, dass zeitaufwändige und körperlich anstrengende Arbeitsschritte immer häufiger von Maschinen übernommen wurden. Die menschliche Arbeitskraft konnte vermehrt für diffizile, mehrwertstiftende Arbeiten eingesetzt werden. Gleich verhält es sich mit dem Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitsprozesse: Manuelle, repetitive Arbeiten, bei denen die schnelle Rechenleistung von Computern gegenüber dem menschlichen Gehirn im Vorteil ist, werden automatisiert werden. Vorgänge, bei denen die Vernetzung von Systemen, strategisches Denken, soziale Interaktion oder aber auch das kreative Erschaffen im Vordergrund stehen, werden neue Arbeitsplätze schaffen. 

Fest verankerte gesellschaftliche und politische Modelle werden aufgebrochen

Gut möglich, dass wir uns daran werden gewöhnen müssen, dass unsere Arbeitswoche nur noch 15 Stunden haben könnte. Dank der Automatisierung von repetitiven Aufgaben könnte diese Zeit ausreichen, um unseren Mehrwert im Arbeitsprozess zu leisten. Und ebenfalls gut möglich, dass die Transitionsphase zwischen der heutigen Arbeitswelt und der Arbeitswelt 4.0 gesellschaftlich und politisch schwierig werden könnte. Themen wie Bildungsreform, bedingungsloses Grundeinkommen und Wirtschaftsflüchtlinge beschäftigen die Industrienationen jedoch nicht erst seit gestern. Die Vorboten dieser Transitionsphase zeigten sich spätestens 2008 während der grossen Finanzkrise.

Digitalisierung als Werkzeug und nicht als Ziel verstehen

Wie das Fliessband im Zeitalter der industriellen Revolution, stellen die digitalen Technologien lediglich den «Werkzeugkoffer» dar, der es ermöglicht die menschliche Arbeitskraft effizienter im Prozess einzusetzen. Und auch wenn viele Unternehmen gerade grosse Digitalisierungsprojekte lancieren, sollte die Digitalisierung selbst nicht als Ziel verstanden werden. Digitale Technologien sind Hilfsmittel zur Erreichung wirtschaftlicher Ziele. Wer also sein Unternehmen zielführend digitalisieren möchte, tut gut daran, sich seine wirtschaftlichen Ziele vor Augen zu führen und genau zu prüfen, in welchen Bereichen, Prozessen und Arbeitsschritten die Digitalisierung zu mehr Effizienz führt. Denn eine Digitalisierung der Digitalisierung willen, führt meist nur dazu, dass eine mangelhafte strategische Ausrichtung automatisiert und damit im grossen Stil skaliert wird.

Muss ich mich digitalisieren?

 
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Einer Studie zufolge fühlt sich jeder Dritte nicht für die Digitalisierung gerüstet. 38 Prozent der Bevölkerung sind wenig oder überhaupt nicht daran interessiert, ihr Wissen über Computer und das Internet zu vertiefen.*

Wie kommt das, wo doch so viele seit vielen Jahren mit Computern arbeiten?

So sehr scheint sich die Gesellschaft zu spalten: Neben den selfie-süchtigen, mobile-gesteuerten Teenies die, die so gar nicht wissen, was dieser neumodische Trend eigentlich ist. Und es wohl auch nicht so recht wissen wollen. Es ist schliesslich neu. Ungewohnt. Irgendwie besorgniserregend, wie alle im Zug und an der Bushaltestelle auf das Mobile starren. Es ist so still, dass man das Klackern der Fingernägel auf dem Display hören kann. Muss man da mitmachen? Verlieren wir uns nicht im Sog der Vernetzung? Schliesslich wissen die Leute ja gar nicht mehr, wie die Geräte eigentlich funktionieren. Was, wenn wir die Kontrolle verlieren? Was, wenn irgendwann nicht mehr wir die Befehle geben, sondern die Maschinen? Was, wenn? 

Aller Zweifel und Zweifler zum Trotz erobert die Technologie Schritt für Schritt und Bit für Bit alle Bereiche unseres Lebens. Und das ist gar nicht so schlimm, wie es scheinen mag. Denn ohne geht es nicht. Ob es nun die einfache E-Mail bei der Arbeit oder die Fertigungskette in der Industrie ist, die Digitalisierung hat schon stattgefunden. Und sie geht weiter. 

Es nicht mehr um die Frage, ob man sich digitalisieren muss. Zu einem Teil, bewusst oder nicht, sind wir das schon. Wie gehen wir nun damit um? Wie können wir uns anpassen, in dieser Ära steten Fortschritts? 

Weiter geht es nur zusammen. Eine demokratische Gesellschaft funktioniert nicht, wenn nur ein Teil daran teilnimmt. Wir entscheiden gemeinsam, wie unser Alltag aussieht. Beispiel Google Glasses: Wollte keiner - Hat keiner. 

 In all der Sorge um die Zukunft dürfen wir unsere eigene Macht nicht vergessen. Nicht, um zu boykottieren. Sondern um selbst, auf Basis von Erfahrung und Wissen, zu entscheiden, zu handeln, zu verändern. Wir sind alle “die Gesellschaft”. Nicht nur “die anderen”.

*Marc Hasse 2018 Abendblatt de: 100 Fragen des Lebens: Muss man die Digitalisierung stoppen?

 
 

Warum die Digitalisierung uns Zeit schenkt und Weitsicht raubt 

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Sie kennen das - sie sitzen im Bus und sehen nichts, als gesenkte Köpfe. Woher kommt das? Warum sind alle auf gleiche Weise so sehr vertieft in etwas, das gerade nicht hier ist?  

Die digitale Welt eröffnet ganz neue Realitäten, jenseits von Zeit und Raum. In dieser Sphäre der schieren Unbegrenztheit trifft das Streben nach Grenzenlosigkeit auf die Möglichkeit der vollkommenen Entfaltung. Das hochvernetzte System des Internets ermöglicht Spontaneität, wie sie so nirgends auffindbar ist. Wer sich gekonnt zu bewegen weiss, und das sind viele, dem oder der öffnet sich eine virtuelle Realität, in der das Individuum scheinbare Schöpferkraft walten lässt.  

Gelöst von den Limitierungen durch Zeit und Raum erschaffen wir uns eine Welt, in der wir alles sein können, alles tun können - gleichzeitig. Das Smartphone und das Internet machen´s möglich. Und einfach. Die Schwester ist in Südafrika? Skype verbindet. Zu faul, ins Geschäft zu gehen? Facetime ist die Lösung. Und wer hätte gedacht, dass ich sogar im Zug noch meine Bewerbungsunterlagen fertigstellen kann? Gibt ja WLAN neuerdings.   

Das Smartphone ist unser Zugang zur Unbegrenztheit. Und doch - so vollkommen fokussiert auf dieses Ding in unserer Hand übersehen wir die Schönheiten des Alltags. Nicht nur die Person uns gegenüber, sondern auch den Sonnenschein, der so blass aussieht im Vergleich zum Sonnenaufgang an der Küste Australiens auf unserem Smartphone. 

Und während wir damit beschäftigt sind, alles gleichzeitig zu machen und überall zu sein, ausser im Moment, sortiert das Gehirn das Hier und Jetzt in die Schublade der Irrelevanz. Unsere gesamte Aufmerksamkeit gilt dem, was eben gerade nicht hier ist. Wenn wir immer überall sind, sind wir dann nicht auch nirgendwo? Vom einen zum anderen zu klicken, um alles mitzubekommen - macht uns das nicht nur zu blinden Suchenden? 

Wir laufen mit dem Strom, denn das machen ja alle. Aber ist das die richtige Richtung?  Wohin gehen wir? Nicht nach dem Tod - sondern jetzt? Anstatt auf das Display des Smartphones zu starren, sollten wir öfter mal den Kopf heben. Und nicht nur im Bus.

epiqe - digital strategies ist mit der Gruppe «The Visionaries» und dem Stand «digitalnature» an der Giardina 2019

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«The Visionaries» zeigt an der diesjährigen Giardina in Form eines Showgartens die aktuellen Möglichkeiten der Digitalisierung für das Planen, Bauen und Beleben von Aussenräumen.

Die Gruppe «The Visionaries» setzt sich aus achtzehn Schweizer Firmen zusammen – vom Gartenbauer bis zum hochspezialisierten IT-Unternehmen. Natürlich dürfen da die digitalen Profis von epiqe - digital strategies nicht fehlen.

Ob es die Digitalisierung in der Grünbranche braucht? Eines ist klar: Keine Branche ist von der digitalen Zukunft ausgenommen. Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell infrage stellen und wenn möglich und sinnvoll mit digitalen Angeboten erweitern oder unterstützen. Auch die Grünbranche. Am Ende stehen immer die Kundenerfahrung und der Kundennutzen im Mittelpunkt. Dies – in Kombination mit digitalen Prozessen und einer digitalen Kultur – ist der Schlüssel für den künftigen Erfolg.

Besuchen Sie uns an der Giardina 2019 vom 13. bis zum 17. März 2019 in der Halle 1.

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Die Welt aus unverpixelten Augen

Eine neue Dimension öffnet weiter und weiter ihre Pforten, ganz schleichend für die einen, radikal für die anderen: Die digitale Welt durchwirkt wie silberne Fäden unseren Alltag. Statussymbol und Bereicherung, oder doch ein Gefängnis neuartiger Abhängigkeiten? Und welche Auswirkungen hat das für den Menschen in seiner Privatperson? 

Wie wohl alles im Leben der modernen Welt birgt auch der unvermeidbare Anbruch des digitalen Zeitalters grossartige Ambivalenz in sich. Denn wo die einen kaum genug bekommen von der steten Weiterentwicklung und blitzschnellen Austauschmöglichkeiten – denn nichts Anderes sind die Inventionen der Neuzeit wohl – mag das Endgerät bei anderen nicht gleichermassen an der Hand kleben bleiben.

Machen wir ein Gedankenspiel daraus: 

Sie sind 67 Jahre alt. Anders als Ihre Enkel hatten sie noch Kuscheltiere und Legosteine zum Spielen, statt einen in verschiedenen Grössen und Farben erwerblichen Mini-Computer mit sich herumzutragen. Musik hörten Sie noch in der krächzenden (aber irgendwie doch ausreichenden) Qualität von mittlerweile als Sammlerstücke teuer verkauften Radios, und auch telefoniert haben sie noch mit einem Gerät, dass Ihr Enkel nicht einmal hochheben könnte. Sie waren dabei, als E-Mails die Kanäle wichtiger oder weniger wichtiger Mittleilungen wurden und auch, als der Computer das Haus des kleinen Mannes bezog. Sie haben beobachten können, wie dieser nicht nur kleiner, sondern auch vielseitiger wurde, bis es mittlerweile normal zu sein scheint, dass leuchtende, angebissene Äpfel in Ihrem Lieblingscafé die Person am Nachbartisch zu hypnotisieren scheint. Klar, das mit der Kommunikation ist ganz schön, aber manchmal fragen Sie sich, warum Sie überhaupt all diese Dinge lesen müssen, die in der Familien-Whatsapp-Gruppe so geteilt werden. Überhaupt scheinen die Leute heutzutage sehr mitteilungsbedürftig zu sein. Und doch – am Esstisch reden sie nicht miteinander.

Fragen Sie sich vielleicht, ob die Leute später überhaupt noch sprechen werden? Bewirkt dieses ständige Tippen die Entwicklung überdimensionaler Daumenmuskeln? Fragen sie sich vielleicht, ob Bücher aus echtem Papier nur noch im Museum zu sehen sind? Was ist das für ein Gefühl, die Relikte lang vergangenerer Epochen auf einem Bildschirm zu lesen? Ist das stimmig? Oder fragen Sie sich, ob man wirklich noch Freunde hat, wenn man jeden kennt und alles über jeden weiss? Denn dass diese stete Kommunikation etwas verändert, sehen Sie ja mit eigenen Augen Tag für Tag. Wie genau? Sie denken an Ihre letzte Fahrt mit dem Zug: Wo alles so still ist, weil jeder sich zu unterhalten scheint. Nur eben nicht mit dem Menschen gegenüber. 

 Es ist ja nicht so, dass Sie das ganze verweigern. Es ist einfach diese Welt, die sich schneller und schneller zu drehen scheint; so schnell, dass die Antreiber des Fortschritts vielleicht irgendwann selbst nicht mehr hinterherkommen. Reicht nicht auch das Buch in Ihrer Hand als Beschäftigung? Das kann man ja neuerdings auch digital lesen. Entschleunigen tut es trotzdem. 

 

Wie die digitale Lösung Unternehmen bereichert und warum es für jede Firma möglich ist

Digitale Revolution, künstliche Intelligenz, Automatisierung - all das sind Begriffe, die nicht nur Technik-Begeisterte beschäftigen, sondern auch alle, die den Zahn der Zeit fühlen. Spätestens seit dem Aufkommen verschiedenster Apps für alle möglichen Lebenssituationen stellt sich die Frage, in wie weit das Starren auf den Bildschirm auch die berufliche Lebenswelt beeinflusst.

Dieses umgreifende Phänomen schafft durch Entlastung mehr Zeit und konsumiert sie auch. Umfassende Umwälzungen gerade in der Unternehmenswelt verändern die Art und Weise, wie wir zusammen leben und arbeiten. Es ist längst keine Frage mehr, dass Rechenprogramme und Algorithmen für die Kalkulation komplizierter Formeln verwendet werden, es geht ja auch schneller und einfacher, als den eigenen Kopf benutzen zu müssen. In der heutigen Welt sind es nicht mehr die Rechen-Genies, die den hohen Thron der Intelligenz für sich beanspruchen dürfen. Dieses ehemalige Privileg ist heute für jeden zugänglich, distribuiert durch den modernen Robin Hood der Gleichverteilung fortschreitender Technologie. 

Und der Fortschritt macht keinen Halt. Wo Roboter und intelligente Maschinen die Sklaven von heute und morgen sind und Algorithmen Denkkapazität einnehmende Aufgaben abnehmen, verändert sich sichtlich die Art und Weise, wie Menschen leben.

Schauen Sie einmal in die Schulen und Universitäten. Wie sollen Kinder integrale und zweivariablige Gleichungen lösen, wenn nicht mit Hilfe des Taschenrechners? Übernimmt ein Unternehmen dieses Prinzip, geschehen zunächst mehrere Dinge. Zunächst scheint es ein immenser Aufwand zu sein, nicht digitale Daten, Dokumente und Prozesse in automatisch ablaufende und abrufbare Ressourcen zu wandeln. Ganz zu schweigen von der Vielzahl an Trainings, die die richtige Handhabung dieser neuen Arbeitsweise und Prozesse sicherstellen wollen. Nach der ersten Gewöhnungsanpassung, die kürzer oder länger dauern mag, kann etwas anderes seinen Platz finden - menschliche Autonomität. Denn wenn Arbeitskräfte entlastet werden, Zeitfresser also outgesourced werden, haben die Menschen dahinter Zeit und Kapazität für andere Aufgaben und damit vor allem andere Verantwortungen.

Es ist die grosse Chance für Modelle wie „Selbstorganisation“ oder andere Arten der Führung der Zukunft. Und dann? Wenn Arbeitnehmer ihre Verantwortungen ausweiten, flachen Hierarchien ab. Das mag unvorstellbar klingen für Autoritäts-Liebhaber. Genauer betrachtet, wird so auch das Management entlastet. Ein Schritt weiter in wirklich kollektives und gleichwertiges Arbeiten.

Eine Bewegung hin zur Automatisierung als Fortsetzung der Digitalisierung birgt also paradoxerweise die Chance zur Auslastung menschlichen Gehirnpotentials, das zu mehr im Stande ist, als E-Mails hin und her zu bewegen oder Pläne zu kalkulieren. Und wie ist das für alle möglich? Passt etwas wie computerbasiertes Arbeiten wirklich überall? Würden Sie nicht behaupten, dass die Schlagworte „Optimierung“, „Innovation“ und „Fortschritt“ Betriebe vom Handwerk bis Juristik betreffen? Und ist Veränderung, in digitaler wie analoger Weise, nicht der Fortschritt, von dem alle sprechen?